Nordlandsaga - Edna

Edna. Freundin, Dienerin, Vertraute. Edna wird in der Nordlandsaga eine wichtige Rolle gerade für die Protagonistin Katarina spielen. Wie sah ihr Leben aus? Was hat sie vorher getan? Hier erzähle ich Dir die Geschichte der alten, sanftmütigen Frau.


Edna (Quelle: Pinterest)

Edna wurde als Bastardkind geboren. Sie kannte ihren Vater nie und lebte bei ihrer Mutter auf der Straße. Mit betteln konnten sie sich gerade so ernähren. Als Edna fünf Jahre alt war, erfror ihre Mutter und das Mädchen war alleine. Sie wurde zu dem damaligen Jarl Tolge gebracht und Edna hatte Glück. Tolge Dirkson hatte einen Sohn, der genau in Ednas Alter war und er schien Mitleid mit ihr zu haben. Er nahm sie auf, gab ihr Essen, ein Bett und ein Dach. Dafür musste sie ihm dienen, erledigte bald Aufgaben, die für ein Mädchen machbar waren.
Als Mädchen im Alter von dreizehn Jahren war, übergab Tolge Edna seiner Frau. Sie sollte ihr als persönliche Dienerin dienen. Merle war keine gütige Herrin, züchtigte die junge Edna mehrmals und brachte ihr bei, wie sie sich zu verhalten hatte. Das prägte Edna stark.
So wuchs Edna heran und mit achtzehn Jahren verguckte sie sich in des Jarls Sohn Benred. Sie liebte ihn und auch der junge Mann liebte sie. Beide fingen etwas miteinander an. Jedoch wollte oder konnte ihr Geliebter nicht zu ihr stehen. Edna akzeptierte das und so liebte sich das Paar im Geheimen. Auch als Tolge verstarb und sein Sohn den Platz in Brewm einnahm.
Allerdings wurde Edna mit fünfundzwanzig Jahren schwanger. Sie bekam einen Sohn, den Benred nicht annehmen konnte. Zu dem Zeitpunkt hatte der Mann bereits eine Frau. Edna war wütend, dass er noch nicht einmal zu seinem eigenen Fleisch und Blut stand, aber sie merkte, wie sehr es ihn quälte. Er behandelte beide gut, gab ihnen Geschenke und kümmerte sich so gut es ging. Die junge Dienerin akzeptierte es, solange Benred ihr versprach, dass ihr Sohn nicht als Sklave dienen musste.
Soweit sollte es aber nicht kommen. Als Edna dreißig Jahre war, wurde ihr kleiner Junge krank und verstarb letztendlich. Ednas Welt zerbrach und sie fristete ihr Dasein, sprach nicht mehr viel, sondern diente nur noch, bis die Sonnenmänner drei Jahre später kamen und die Familie des Jarls abschlachteten. Edna musste einfach zusehen.
Die Sonnenmänner töteten sie nicht. Sie behielten Edna, misshandelten sie, vergingen sich an ihr. Sie diente der Frau des Sonnenmannes, die ebenfalls nicht gütig war. Drei Jahre später befreite Brijnard Brewm wieder. Gerade rechtzeitig für Edna. Die Frau von Brijnard, Vianka, kümmerte sich um Edna und half ihr ins Leben zurück. Deshalb war es für Edna selbstverständlich sie zu pflegen, als Vianka fünfzehn Jahre später todkrank wurde. Bis zur letzten Sekunde war sie bei der gütigen Jarlsfrau.
Aus tiefer Dankbarkeit schwor Edna Brijnard ewige Treue und er nahm es an. Vier Jahre später bekam sie im Alter von achtundfünfzig Jahren eine neue und ihre letzte Herrin: Katarina.

Hallo Du, 

 

jetzt kennst Du Ednas Geschichte. Aber ihr Charakter bleibt Dir teilweise verborgen. Also versuche ich Dir ein wenig Einblick zu geben. 
Edna sollte immer das sein, was man sich unter einer perfekten Dienerin vorstellt. Sie ist zurückhaltend, penibel und auch eine Art Ratgeberin. Katarina vertraut ihr. Sie steht ihrer Herrin mit Rat und Tat zur Seite, aber stille Wasser sind tief. Edna hat viel gesehen und erlebt in ihrem Leben. Sie kennt sich sogar ein kleines bisschen mit Alchemie aus und auch ihre Kontakte zu anderen Dienern, Schmieden und Handwerkern darf man nicht unterschätzen. Sie lebt nach dem Motto: Eine Hand wäscht die Andere. 
Auch wenn sie ihren Herren treu ergeben ist, so handelt Edna viel im Untergrund. Sie kann Informationen beschaffen, Kräuter und Zutaten, die nicht jedem frei zugänglich sind und sie weiß genau über Politik, Intrigen und Geschehnisse im Adel und den hohen Häusern Bescheid...und was sie nicht weiß, kann sie besorgen. 
Ob diese Möglichkeit im Buch vonnöten wird, weiß ich noch nicht, aber tendenziell nicht, denn zu Beginn ist die Dienerin sehr alt. Vermutlich wird sie den Frieden nicht mehr erleben oder kann ihrer Herrin bis zum Ende dienen. 

 

Solltest Du Ideen oder Anregungen haben, dann immer her damit. Ich weiß, dass hier durchaus viele Klischees bediene, aber auch wir können das Rad nicht neu erfinden. Es ist egal, was wir tun, wie wir einen Charakter gestalten oder welche Situationen wir schaffen...irgendwo wird es das irgendwie so ähnlich schon mal gegeben haben. Trotzdem bin ich gespannt auf Ideen. 

 

Bis dahin hab einen schönen Tag und genieße die Geschichte. 

 

Deine Lina

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