Goldener Sturm - Magie

Magie - Eine Kraft, die Menschen zu unmöglichen Dingen befähigt. Aber wie funktioniert sie im Goldenen Sturm? Hier findest Du es heraus.

Manapotion, made by Thorbier on DeviantArt
Manapotion, made by Thorbier on DeviantArt

Du kennst es. Du spielst ein Spiel, wo Magie vorkommt. The Elder Scrolls, Witcher oder auch World of Warcraft. Du hast einen blauen, grünen oder sonstwie gefärbten Balken, der deinen Vorrat an magischer Kraft darstellt. Deine Zauber kosten Dich diese Energie. Ist dieser Balken leer, kannst Du keine Zauber mehr wirken und musst durch Essen, Schlafen, spezielle Tränke oder einfach Warten diese Energie wieder auffüllen.

Dieses Konzept hat sich über sämtliche Spielgenerationen bewährt. Es ist leicht, einfach zu lernen und erfordert nur einen kleinen Teil an Management, um immer genug Magie vorrätig zu haben.

 

Im Goldenen Sturm ist das etwas anderes und die einzige Ausnahme sind hier mal wieder die Drachen. Aber auf diese einzugehen würde an der Stelle zu weit führen und wird im nächsten Band behandelt.

Auch in der Saga um Roland, Arin, Lina und ihre Freunde haben wir Magier. Diese Menschen mit der Verbindung zu der natürlichen Kraft der Welt werden von ihr durchströmt, haben ein gewisses Reservoir in sich und greifen für ihre Zauber, ihre Rituale und sonstigen Anwendungen (hey, hast Du schon einmal einen Becher von alleine durch die Luft fliegen sehen?) auf die in ihrem Reservoir gespeicherte Energie zu und leeren sie damit. Jeder noch so kleine Zauber besitzt eine gewisse Energieanforderung, die erfüllt werden muss.

Und hier kommt die Abweichung zu den Spielen, zu der "Ich habe keine Energie mehr, jetzt muss ich warten"-Thematik. Das Reservoir hat keinen Boden, die Zauber keine Abbruchbedingung wie das Erschöpfen der nährenden Magie. Er zieht einfach weiter Energie in sich hinein, um sich selbst zu vollenden und das Endergebnis zu erhalten, wofür er geschaffen wurde.

 

Was also passiert, wenn der Magier keine Energie mehr in sich trägt?

 

Möglichkeit 1:

Er bricht den Zauber ab. Dies ist zumeist schmerzvoll, kann den Magier aus der Bahn werfen und bei schwierigen Zaubern sogar töten aufgrund der durch den Abbruch entstehenden Rückkopplung, dem sogenannten "Magieschlupf". Wie ein Schlag aufs Gehirn. Mit etwas Geschick kann der Magier diese Rückkopplung abfangen, was Übung bedeutet. Das kann Absicht sein oder er ist zu schlecht darin, seine Kraft und die aufzubringende Menge an Energie für einen Zauber einzuschätzen.

 

Möglichkeit 2:

Er benutzt eine Art von externem Energiespeicher. Magier kleiden sich vornehmlich in Roben aus Stoff oder tragen herkömmliche Kleidung. Leder ist auch gerne gesehen, Metall nicht so. Warum, kommt gleich.

Ausgebildete Magier weben in ihre Roben Kristallsplitter oder feine Scheiben von allen möglichen Edelsteinen, wenn sie es sich leisten können. Aufgrund der inneren Struktur der Steine kann man seine eigene Energie in die Steine übertragen und so "speichern". Je größer der Stein, umso mehr Energie kann man speichern. Oder man benutzt viele Steine. Hier hilft viel auch wirklich viel. Gürtel mit Kristallen oder Edelsteinen, Ringe, Amulette, Diademe oder einfache Handschuhe sind ebenfalls in Benutzung. Aus diesen Kristallen zieht der Magier dann seine Energie für die magische Anwendung. Ob er sie als Hauptquelle nutzt oder nicht, ist ihm überlassen.

 

Möglichkeit 3:

Transmutation.

Ein sehr hochgestochener Begriff, den Magier seit Jahrtausenden für einen Effekt benutzen, der unvorsichtige Magier befällt: ihr Zauber verschlingt sie.

Sollte eine magische Anwendung mehr Energie verlangen als der Magier aufbringen kann (trotz externen Energiespeichern), dann greift der ausgeführte Zauber auf die nächstbeste Energiequelle zurück, die er finden kann: der Magier selbst.

Der ausgeführte Zauber ernährt sich von der Lebensenergie des Magiers und zehrt ihn auf. Dabei hat der Magier die Möglichkeit, den Zauber abzubrechen oder das Risiko einzugehen und den Zauber aufrecht zu erhalten, damit der Zauber vollendet wird. Nicht selten verdorren Organe und Gliedmaßen, weil die Lebensenergie von dort abgezogen wurde.  Viele Magier sterben auch aufgrund von Unachtsamkeit.

 

"Warum tragen Magier nur Roben?", fragst Du Dich sicher. Natürlich fragst Du Dich das. Es hat nichts damit zu tun, dass man in Roben besser die Kristalle einarbeiten kann, das geht auch wunderbar in Rüstungen, Panzern, Schilden. Es liegt in der Natur der Magie begründet.

Magie ist Chaos. Sie ist das Leben und der Tod, sie ist die Nacht und der Tag, sie ist das Feuer und das Wasser, sie ist die Mutter und der Vater und das alles gleichzeitig. Sie ist überall, nirgendwo, immerdar. Und reines Chaos kann nicht gebändigt werden. Metalle, inbesondere Eisen und Stahl, sind in ihrer Struktur geordnet, daher leiten sie keine Magie, werden von ihr sogar gemieden. Einige Metalle eignen sich allerdings dafür, eine komplexe, chaotische Struktur zu erschaffen. Mithril oder Elbenstahl beispielsweise können von einigen sehr talentierten Schmieden dazu gebracht werden, "ungeordnet" zu sein. Daraus werden Katalysatoren erschaffen wie beispielsweise Rolands Stab. Aber dieses Talent hat eben seinen Preis und daher ziehen Magier nur Roben an oder höchstens Leder.

 

"Und wie bekommen Magier ihre Energie wieder?", fragst Du erneut und erneut werde ich Dir darauf eine Antwort geben.

Warten. Ist am einfachsten, meistens Schlaf. Aber die Magie regeniert sich dabei kaum und der Magier erwacht immer noch hungrig und erschöpft. Die andere Möglichkeit wäre Essen. Viel Essen. Der Körper des Magiers spaltet die Nährstoffe in körperliche und magische Kraft auf, allerdings nicht zu gleichen Teilen und auch nicht mit gleichem Energiegehalt.

Obst und Gemüse enthalten sehr viele Nährstoffe und Vitamine, genau wie Fleisch Eiweiß und Brot Kohlenhydrate enthält. Der Körper des Magiers entscheidet sich grundsätzlich immer für die Erhaltung des eigenen Wesens, also wird zuerst die körperliche Energie aufgefüllt und dann erst die Magie. Dementsprechend muss sich der Magier grundlegend sehr ausgewogen ernähren und er braucht viel Nahrung. Grundsätzlich kann man immer von der doppelten Menge als Tagesbedarf ausgehen, die ein normaler Mensch zu sich nehmen würde, bei entsprechendem Verbrauch an Energie auch mehr.

Die Akademie der magischen Künste erforscht momentan magiefördernde Tränke, womit der Magier seine Energie wieder auffüllen kann, aber die Erfolge sind recht dürftig und erinnern sehr stark an Genuss von alkoholischen Getränken. Daher sind diese Tränke für den Gebrauch nicht einsetzbar und werden auch nicht verkauft.

 

"Wie können Magier bei ihrem beschränkten Energievorrat stärkere Zauber ausführen und so mächtiger werden?"

Eine berechtigte Frage, die ich ebenfalls beantworten will. Das Schlüsselwort hier ist Effizienz und etwas schwerer zu beantworten, aber ich werde es dennoch versuchen.

Magier sind nicht "mächtig", weil ihr magischer Vorrat größer ist als der von anderen Magiern. Sie sind "mächtig", weil sie gelernt haben, die vorhandene Energie sparsamer und besser einzusetzen. Der Magier "sieht" die Runen, die den Zauber weben, vor seinem inneren Auge. Diese Runen werden mit Magie gespeist und eine Rune möchte immer und zu allen Zeiten mit der vollen Ladung an Energie versorgt werden, die sogenannte Obergrenze, wo der Zauber sofort seine volle Kraft entfaltet.

Allerdings gibt es auch eine Untergrenze. Der Zaubernde kann den Spruch, das Ritual, den Zauber so manipulieren, dass er auch "auslöst", wenn weniger Magie zugeführt wird bis zu dieser Untergrenze. Ab dieser Grenze funktioniert der Zauber erst. Je näher der Magier an diese Grenze herankommt, umso effizienter und "mächtiger" ist er. Die Zeit spielt dabei keine Rolle. Sobald der Zauber die entsprechende Energie bekommen hat, wird er ausgeführt oder ist bereit.

Hierbei ist allerdings auch die Abtrennung zwischen Sofortzaubern und beständigen Zaubern zu beachten. Ein Sofortzauber wie ein Feuerball löst sofort aus, wenn er eine bestimmte Menge an Energie erhalten hat. Beispielsweise ein Kommunikationskreis oder ein Schutzzauber brauchen allerdings den Auslöser und einen beständigen Strom an Energie, um aufrecht erhalten zu werden. Auch hier spielt die Effizienz eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Manche Magier können auch mehrere Zauber gleichzeitig wirken, dies wird allerdings nur fortgeschrittenen Schülern und effizienten Magiern angeraten, die mit dem hohen Energieverbrauch haushalten können und nicht sofort daran sterben würden.

 

Dies war ein langer Text und ich hoffe, ich habe Dich damit etwas erhellen können und dass es nicht zu kompliziert war. Weitere Erläuterungen erfährst Du von Miriam, wenn sie in Erscheinung tritt. Oder von Roland, Du hast die Wahl, welchem Lehrer Du dich anschließen magst.

 

So long, bis zum nächsten Mal.

Domenic

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