Nordlandsage Tag 1

Prolog


Katarina wurde in Kaertak geboren. Ein kleines Dorf der Nordleute. Sie war das, worauf jeder Vater hätte stolz sein können. Wenn sie nur keine Frau gewesen wäre.

Ihre Kindheit war nicht leicht. Sie brachte sich selbst viel bei. Es fing an mit dem Schnitze worauf sie Holzstöcke spitzte und übte mit ihnen. Sie schnitt heimlich ihre groben blonden Haare ab und versuchte ihrer Mutter zu erklären, dass sie einfach nicht länger wurden. Aber Gadriel wusste genau, was und wieso sie es tat. Sie wollte ihre Tochter beschützen, dass sie nie vergaß, wer sie wirklich war. Aber ihr Vater wollte lieber einen Sohn und war stolz, dass das Mädchen nichts mit den Weibskram zu tun hatte.

Allerdings konnte Katarina die Entwicklung ihres Körpers nicht aufhalten. An dem Tag, als ihre Brüste durch ihr grobes Hemd erkennbar wurden, hörte ihr Vater auf mit ihr zu sprechen. Es war, als wäre seine Tochter für ihn gestorben. Nach vierzehn Sommer und einem Jahr strafendem Schweigen ihres Vaters für das was sie war, entschied sich Katarina ihr Dorf zu verlassen. Sie arbeitete und sparte ein paar Goldmünzen zusammen. Dann, als der Frühling des fünfzehnten Jahres ihres Lebens kam, packte sie ihre Sachen zusammen, nahm den kleinen Beutel mit Gold und schlich heimlich davon. Sie wollte weder die spottenden Blicke ihres Vaters, noch die Tränen ihrer Mutter ertragen. 

Eine Woche wanderte sie ziellos über die Straße. Kühler Frühlingsregen prasselte auf sie hinab. Warme Sonnenstrahlen erhitzen ihr Haupt. Es war, als würde Atiela auf sie spucken, weil sie geflohen war. Am achten Tag saß Katarina auf einem Stein und blickte hilflos umher. Von weitem sah sie eine Truppe Männer heranmarschieren. Sie glänzten in den Strahlen der Sonne. Katarina sprang vom Stein und betrachtet sie, während sie an ihr vorbeigingen. Nur einer blieb stehen und sah zurück. "He.", sagte er. "Bursche."

Insgeheim freute sich Katarina. Sie war wieder ein Junge. "Wo kommst du her?"

"Aus Kaertak.", antwortete sie junge Frau und zog den Mantel enger um sich, damit sie nicht erkannten, dass sie kein Junge war.

"Und was machst du hier?"

"Ich reise. Mein Vater hat mich in die Stadt geschickt. Aber ich fürchte ich habe mich verlaufen."

Die Männer fingen an zu lachen. "Du bist weit weg von der nächsten Stadt, Junge.", sagte schließlich einer aus dem Gelächter heraus.

"Oh.", piepte das Mädchen und räusperte sich. "Oh!", sagte sie in einer tieferen Stimme. "Und wo wollt Ihr hin?"

"Wir gehen in unser Lager nördlich von hier. Die Truppen der Skjiel werden positioniert."

"Skjiel?", fragte Katarina. "Ihr seid Soldaten von Brjnard."

"Jarl Brjnard.", wurde sie verbessert. "Wisst Ihr etwas davon?"

"Nur Geschichten, Herr. Mein Dorf leidet unter der Besatzung der Sonnenmänner."

Der Mann mit dem dicken Rauschebart zog eine Augenbraue hoch. "Wie ist dein Name?"

"Vensel Edwardson.", sagte Katarina schnell. Der einzige Name, der ihr einfiel.

"Berichtet Arfast davon. Und du Junge. Kommst mit."

"Was? Nein. Ich wollte in die Stadt.", dementierte Katarina. "Ihr könnt doch nicht..."

"Wir können. Du bist rekrutiert." Er packte sie am Arm und sie zierte sich, versuchte nicht allzu viel von ihrem Körper preiszugeben. Wo war sie da nur hinein geraten?

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