Nordlandsaga Tag 27

"Du weta hast sicher mehr Muskelkraft als meine dolate", lachte der Mann wieder, "aber wir wissen, was wir tun im Gegensatz zu euch."

"Hör auf in deiner grässlichen Sprache mir uns zu reden!", verlangte Katarina.

"Ihr hört euch für uns an wie rollende Steine, ihr Wilden." Der Mann schaute zur Treppe, als die beiden Männer mit einem weiteren Mann zurückkamen. Der Anführer deutete auf die Tür und auf Hector. Rasch griffen sie zu, hebelten die Tür irgendwie aus den Angeln und zwei von ihnen griffen den sich wehrenden Mann, schlugen und traten auf ihn ein, als sie Hector aus der Zelle prügelten.

Katarina knurrte und zog an den Stangen. "Hurenböcke!", brüllte sie. "Alleine nehmt ihr es mit niemanden von uns auf!"

Katarina wurde ignoriert. Zwei der Männer hoben Hector auf, der dritte zog sein Schwert. Gemeinsam brachten sie den Mann weg.

"Hector!", rief Katarina ihm nach. "Scheiße!"

Das konnte nicht wahr sein. War ihr nächster Freund tot? Verzweifelt sank sie auf die Knie und starrte die erste Stufe der Treppe an. "Scheiße."

"Scheiße.", stimmte Sten an ihrer Seite zu.

Die Frau drehte den Kopf zu ihm und seufzte getragen. "Wir kommen hier nicht mehr raus, oder?", fragte sie verzweifelt.

"Ich weiß es nicht, Vensel.", gestand er, schüttelte den Kopf. "Vermutlich nicht."

Katarina presste die Lippen zusammen und rutschte wieder zu Sten, lehnte sich mit dem Rücken an die Stangen, die die Waffenbrüder voneinander trennten.

Sie hatte Angst und wollte nicht so sterben. Wie Grolf und Sjard. Und nun vermutlich auch Hector, ihr wahrer Freund.

Aber vielleicht konnte sie so die Wahrheit vor ihnen verbergen. Einfach sterben und niemand erkannte ihr wahres Gesicht.

"Ich will das nicht.", flüsterte sie leise. "Alles wegen Jord. Wegen irgendetwas. Er hat uns alle hineingezogen."

Sten brummte nur zustimmend. Er hatte sich zu ihr gesetzt. Ebenfalls mit dem Rücken zu ihr. Katarina leckte sich über die Lippen.

"Ich habe Angst.", flüsterte sie noch leiser und senkte den Kopf.

"Ich weiß." Bei Sten raschelte es, dann spürte sie einen Lufthauch in ihrem Nacken und einen Körper an ihrem Rücken. "Ich auch. Aber wir können nichts dagegen tun. Chance vertan."

Katarina drehte den Kopf. So dachte er? Er hatte Angst? "Wenigstens sind wir nicht alleine."

Sten hustete einmal als Antwort. Swert lachte in der anderen Zelle, fing dann selbst an zu husten, bevor er verstummte. Katarina runzelte die Stirn. Was war das denn?

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