Goldener Sturm - Roland

Roland. Ein bekannter Name, nicht wahr? Dieser Roland hat aber nichts mit dem Roland aus der Schattenkrieger-Reihe zu tun. Er war der erste Roland, der ursprüngliche Roland, der Beginn.

Zuallererst: keine Angst, Du wirst hier keine Spoiler lesen, die auf den Goldenen Sturm und die Reihe an sich hindeuten. Ich werde hier ausschließlich auf die Person als solche und eventuell etwas aus der Vergangenheit eingehen, auch seine Zeit mit Arin.

 

Also.

Roland.

Wo fange ich da am besten an? Bei seinem Treffen mit Arin? Davor? Eine gute Frage. Vielleicht bei seinem Charaktere oder seiner Erscheinung. Seinen Eigenarten? Ja, zuerst Roland selbst.

 

Roland ist weder besonders groß noch besonders breit. Er ist ein schlanker, durchtrainierter Mann, übersät mit Schwertnarben, eine Narbe am Hals ist besonders markant, da sie aussieht, als hätte man versucht ihn zu köpfen oder am Strang aufzuknüpfen. Und sicher hat man das sogar.  Er hat dunkelbraune Haare, die er meist schulterlang trägt, dazu kommen seine hellblauen Augen, die aufgrund seines Lebens und seines Verstandes unerbittlich und stechend schauen, was viele Menschen verunsichert. Zwerge eher nicht so, sie haben meist einen gewissen Respekt vor Roland, besonders, da viele Zwerge ihn kennen, ebenso die Elben.

Roland selbst ist ein Magier mit einem gewissen Handicap und zwar, dass er in unregelmäßigen Zeitabständen einen gewissen Teil seiner Magie verliert. Als wäre er ein Fass mit einem Loch. Das bedeutet, sein eigener Magievorrat ist immer gefährdet. Daher führt Roland nicht nur seinen Stab, sondern auch einen Ring und einen Gürtel mit magiespeichernden Steinen mit, die seinen Vorrat auf einem konstanten Level halten. Natürlich müssen diese Vorräte nach jeder Benutzung aufgefüllt werden.

Aufgrund dieses unglaublichen Handicaps hat sich Roland beigebracht, mit Klingen zu kämpfen. Er kann Speere, Langschwerter, Dolche, Anderthalbhänder, Kurzschwerter, Wurfdolche und etwas schlechter auch noch die Krummsäbel der Steppenreiter aus Pangeran benutzen. Mit dem Bogen kann er kaum umgehen, die Armbrust fällt ganz raus.

Normalerweise trägt er als Panzerung eine leichte Rüstung aus beweglichen Teilen, aufgesetzt auf einem Käfig aus leichtem Stahl. Sie soll Schläge und Geschosse nur abfälschen, nicht abfangen. Dafür besitzt Roland einen großes Repertoire an Schutzzaubern, Schilden, Bannkreisen. Viele davon brauchen nur einen geringen Anteil an Magie, weshalb er viele davon auch rasch hintereinander oder kombinatorisch einsetzen kann. Demzufolge hat er weniger offensive Zauber. Eine geringe Menge an Zerstörungszaubern wie Feuerbälle, Blitze, Entrophie. Demzufolge fehlen ihm Heilzauber. Er versteht und kennt nahezu alle Zauber, Rituale, Bannkreise, Heilzauber der neueren Zeit (und auch der alten Zeit, aber das ginge an dieser Stelle zu tief), aber er hat sich nie die Mühe gemacht, sie zu erlernen durch seinen Mangel an Magie, da viele der Heilzauber ein riesiges Maß an präziser magischer Arbeit erforderten, die Roland nicht aufbringen kann.

Normalerweise kleidet sich Roland in seine geschmeidige Rüstung und eine Robe oder einen Umhang. Darunter feste Lederstiefel, seinen Gürtel mit den zwei Diamanten, eine Lederhose und im Sommer Wolle. Meistens kommen dann noch zwei bis vier Phiolen unterschiedlichster Anwendungsbereiche hinzu (Rauchwolken, Gift, Nebel, flüssiges Feuer etc.), ein Schwert, ein paar Dolche und seinen Stab aus Mahagoni, an dessen Spitze ein Bernstein eingelassen ist. Der gesamte Stab dient als Verstärker, Katalysator und Zielvorrichtung und macht Roland unter den Magiern einzigartig, da diese sich vor allem auf ihre Augen und Hände verlassen. Und auf die Präzision ihres Geistes.

Apropos Präzision: Roland liebt die Alchemie. Mit neuen Tinkturen Experimente zu vollführen oder neue Tinkturen zu erschaffen. Daher benutzt er hin und wieder auch das alte Labor in der Akademie, das von den wenigen Alchemisten nicht mehr benutzt wird. Was Roland nur recht ist.

 

Roland ist sehr belesen. Das schlägt sich in seinen Umgangsformen mit Menschen, Elben und Zwergen nieder. Er kennt die Gepflogenheiten, Eigenschaften jedes Volkes. Sein scharfer Verstand behält nahezu jede Information, aber er versucht es nicht heraushängen zu lassen. Das klappt nicht immer, aber um eine Ausrede ist er nie verlegen. Er trinkt gerne Met und Zwergenbier, mag Käse in allen Varianten, geräucherten Schinken, Wild und frisches Brot. Er mag Feuer, mag Kälte und hasst Nässe in den Stiefeln, schlecht lesbare Pergamente und stümperhaft ausgeführte Arbeiten, sei es bei Pergament, Tinte, Handwerk oder sogar Magie.

 

Sein erstes Treffen mit Arin war sozusagen zu seiner Geburt. Roland war schon Berater von Balthasar, Arins Vater und König vor ihm. Roland wurde von Balthasar auf eine Mission geschickt, um Pangeran auszukundschaften. Das war der Tod des Königs, Arin ist geflüchtet und traf wieder auf Roland. Der Rest ist Geschichte. Ihre Suche, ihre Reise, führte beide Männer durch Angelion, Tirafal, untergegangen geglaubte Städte und Kulturen, Pangeran, zu den Drachen, Elben, Zwergen und sonstigen Wesenheiten.

 

Durch seine Reisetätigkeit, seine Funktion als Berater und Wächter des Königs  - daher auch "das Schwert des Königs", was auch als Attentäter ausgelegt werden könnte - besitzt Roland tatsächlich nur einen Schrank aus massiver Eiche, in dem all seine Habseligkeiten aufbewahrt werden. Runensteine, alchemistische Rezepte, Waffen, seine Utensilien, Gravurwerkzeuge zur Runenerschaffung, magische Tinte, Roben aller Art und, wenn er sie gerade nicht braucht, auch seine Rüstung.

 

Vorbereitung ist der Schlüssel zu nahezu jeder Situation. Und lieber das Unerwartete erwarten, als überrascht zu werden. Roland unterstützt Arin in vielerlei Dingen, unter anderem besorgte er für den König den Ring des Schutzes. Dieser Ring besteht aus einem Stein und zwei gegeneinander zu drehenden Scheiben, auf denen jeweils ein Teil eines Schutzzaubers eingraviert sind. Dreht man die Seiten richtig zueinander, aktiviert sich der Schutzzauber und bezieht seine massive Kraft für nicht ganz fünf Minuten aus dem Stein. Die Steine können ausgetauscht werden, wenn es nötig ist. Das ist nur ein Beispiel für die Findigkeit, die Roland für seinen Schützling und seine Lieben an den Tag legt.

 

Roland mag vor allem Bücher. Aufgeschriebenes Wissen behagt ihm, da er sich selbst immer weiterbilden kann. Im besten Fall lernt er etwas dazu, im schlimmsten Fall ist es Verschwendung. Aber je besser das Buch geschrieben ist, umso mehr freut es Roland.

Außerdem schläft der gute Roland sehr gerne, aber wenn es eine Aufgabe gibt, dann wird der Schlaf hintenan gestellt. Er mag die Frauen ebenso gerne wie den Schlaf, was auch seine Beziehung zu Miriam erklärt. Und die Sache im Harem, aber das ist eine andere Geschichte für einen anderen Zeitpunkt.

 

So, damit hast Du bereits einen ersten Einblick auf einen der Hauptcharaktere aus dem Goldenen Sturm erhalten. Ich hoffe, es hat Dir gefallen.

 

Auf bald.

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