Goldener Sturm - Setting

Wie ist mein Goldener Sturm entstanden? Warum gerade so? Hier mein Vorgang dazu.

Wie Lina ihr Setting ausarbeitet und sich Gedanken darüber gemacht hat, hast Du ja vielleicht bereits in "Dystrophie - Setting" gelesen. Hier möchte ich (Domenic) beschreiben, wie das mit dem Goldenen Sturm ablief.

 

Generell ist es so, dass ich selbst mich nicht hinsetze oder über ein Setting nachdenke. Bei mir gibt es immer eine Art Auslöser. Ein Wort, ein Geruch, ein Lied, ein Gespräch. Das kann alles sein.

Beim Goldenen Sturm war es "Hellboy - Die Goldene Armee", was übrigens die erste Zeit auch der Arbeitstitel war in Ermangelung eines besseren Namens. Der Goldene Sturm wurde dann übrigens eine Legende innerhalb des Buches, aber später mehr dazu.

Also, Hellboy. Die goldenen Maschinentypen, die den Helden irgendwie das Leben schwer machten. Fand ich geil, war eine coole Idee. Ich wollte aber keine Maschinen, ich wollte Menschen. Menschen, die nicht alterten, aber eben auch getötet werden konnte. Oder krank wurden (was selten genug war), sich ein Bein brachen, von Steinen erschlagen wurden, vergiftet, erstochen, von Pfeilen durchlöchert, Du verstehst.

 

Der Goldene Sturm ist eine Armee aus ebenjenen unsterblichen Menschen. Überall auf der Welt gibt es sie. Sie werden verachtet, da sie nicht im Sinne der Götter sind (dazu auch später mehr) und früher oder später verstoßen oder getötet. Sobald ein so geschlagener Mensch seine Unsterblichkeit bemerkt oder das Fehlen jedweder Alterung, zieht eine ihm unbekannte Macht ihn oder sie nach Angelion, eines der drei Länder des Kontinents. Je nach Gegebenheiten werden diese Unsterblichen von Mitgliedern des Goldenen Sturms "eingefangen" und eingebürgert.

 

Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber das Problem, dass es sehr viele Unsterbliche gab - und immer noch gibt - und der Goldene Sturm in den Reihen der Völker eine Art Legende war. Es durfte also nichts offensichtliches sein wie eine Festung, selbst wenn sie einigermaßen versteckt in den Bergen war. Es musste Fallen haben, es durfte zwar Hinweise geben, aber auch kein großes, leuchtendes Schild. Da ich bereits einige Ideen hatte, wo sich Zwerge und Elben verstecken bzw. wohnhaft werden sollten, gab es nur eine einzige Möglichkeit. Aber warum? Lass es mich Dir zeigen.

 

Der Kontinent ist breit und sehr hoch, geformt wie ein offenstehendes Maul. Das "Maul" selbst ist nach Westen ausgerichtet. Im Süden streckt sich eine Landzunge heraus, auf der ein großer Leuchtturm steht und den Weg in den Hafen von Millenia weist. Im Norden beinahe dasselbe nur ohne Leuchtturm.

Gut, aber diese Idee macht noch kein Land, oder? Nein. Ich hatte drei Länder im Kopf: Angelion, Pangeran und ein unbekanntes Land, das später Tirafal getauft wurde.

Angelion hatte irgendwie einen elfischen Beigeschmack, also formte ich ein normales Land mit Elben, Zwergen und Menschen.

Pangeran hingegen hatte einen Klang wie von Wüste und Sand, also wurde es mein Wüstenland, das sich stark an das alte Persien mit Wesiren, Kalifen und dementsprechenden Strukturen orientiert.

Tirafal war ein kniffliger Fall (no pun intended), da dort die Drachen herrschten und die Menschen dort nur geduldet wurden. Zur Lore komme ich in einem anderen Artikel.

 

Also, ich hatte die drei Länder. Angelion brauchte Gebirge, Wälder und Ebenen. Nicht unbedingt ausgefallen, nicht wahr? In Ordnung. Ich zog also eine Gebirgskette um das Land, verpasste ihr einen Pass nach Osten mit Festungen und die Grenzen von Angelion zu Pangeran und Tirafal waren gegeben. Dementsprechend auch die anderen Länder. Tirafal war nämlich ebenfalls nach Norden von einer Gebirgskette abgeschlossen, diese besitzt aber mehr Pässe und versteckte Wege.

So weit, so gut.

Ich hatte eine recht schmale Hügelkette im Kopf, die von irgendwelchen tödlichen Viechern und sehr gefährlichen Pflanzen besetzt ist. Da sie sich etwas vom Land abhob, also höher gelegen und mit allen möglichen Schluchten und Wegen gepflastert war, nannte ich sie "die Zerklüftete Ebene". Schwarzes Gestein, hart genug, um auch gegen Zwege zu bestehen. Ich gab Gase, besagte Pflanzen und unheimliche Schreien und tiefes Grollen mit hinzu und hatte einen Unterschlupf für den Goldenen Sturm, der sich durch das Gestein gegraben und die unterirdische Festung und Heimstatt geschaffen hatte.

 

So...kommen wir zu den Rassen und ihren Heimstätten.

 

Die Menschen sind überall verteilt, auf Dörfern und Feldern und in den kleinen und großen Städten, wovon wir uns einige auch im Buch anschauen werden. Die Zwerge habe ich an drei Orten im Gebirge platziert. Naja, wohin auch sonst, nicht wahr?

Und die Elben...tja, das war ein Gerangel. Normalerweise lebten Elben entweder in sehr filigranen Städten oder in Wäldern, wo sie die Natur für sich nutzten, sie verehrten und sonst auch mehr oder weniger der typische Baumschmuser waren. Aber es gab keinen Wald, der groß genug für ein einziges Volk war. Also habe ich im Norden an der Grenze zu Tirafal einen von Bergen umrandeten Krater geschaffen, in welchem die Elben ihre einzige Stadt errichteten und den Wald drumherum pflanzten.

 

So, das wäre das Grundsetting. Zur Lore von Angelion, Tirafal und Pangeran komme ich in späteren Artikeln, ebenso wird das Klima behandelt und die einzelnen Länder im Allgemeinen.

 

Ich hoffe, das war erhellend und Du konntest etwas damit anfangen. :)

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